Gesundheitliche Vorsorge bei Hunden und Katzen
Eine gesundheitliche Vorsorge bei Hunden und Katzen ist eine wichtige Maßnahme, damit schwere Gesundheitsleiden und gefährliche Infektionskrankheiten frühzeitig erkannt bzw. verhindert werden. Je nach Alter des Tieres gibt es hierfür unterschiedliche Vorsorgemaßnahmen, deren regelmäßige Wahrnehmung Voraussetzung für ein langes und glückliches Leben des Haustieres ist.
Die richtige Vorsorge beginnt früh
Bereits im Welpenalter beginnt die gesundheitliche Vorsorge für Katzen und Hunde. Besonders bedeutend ist in diesem Zusammenhang, die Haustiere gegen verschiedene Infektionskrankheiten impfen zu lassen und rechtzeitig Parasiten zu bekämpfen. So erfolgt bereits in den ersten Lebenswochen eine Wurmkur, um mögliche Darmparasiten aus dem Körper des Tieres zu spülen. Diese Wurmkur dient zudem zur Vorbereitung der anstehenden Impfungen, da es bei einem durch Lungen-, Haken- oder Spulwürmer befallendes Haustier sonst zur Abschwächung des Impfwirkstoffes kommen kann. Nach Durchführung der Wurmkur werden die jungen Tiere gegen die gefährlichsten Infektionskrankheiten geimpft. Dazu gehören bei Hunden in Deutschland Impfungen gegen ansteckende Leberentzündung, Leptospirose, Hundeseuche, Staupe und Tollwut. In Abhängigkeit des regionalen Lebensraumes sowie der Haltungsbedingungen können zudem noch weitere speziellere Impfungen sinnvoll sein. Abgesehen vom Tollwutimpfstoff erfolgt die Erstimpfung bereits in der 8. Lebenswoche, an die sich weitere Schutzimpfungen im 3. und 4. Lebensmonat sowie im 15. Lebensmonat anschließen. Nach diesem Impfzyklus ist eine Grundimmunisierung gegeben. Katzenwelpen werden im gleichen Zeitrhythmus gegen die bedrohlichsten Infektionskrankheiten geimpft. Lediglich die Impfstoffe unterscheiden sich bei ihnen. So sollten Katzenkinder Schutzimpfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen sowie Tollwut erhalten. Weitere Impfungen können in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen und richten sich nach der regionalen und individuellen Lebenssituation der Katze.
Impfschutz für ein ganzes Leben
Die im Welpenalter gegebenen Impfungen müssen in regelmäßigen Abständen in Einklang mit Wurmkuren wiederholt werden, um einen Impfschutz für das Tier über sein ganzes Leben zu erhalten. Wie häufig diese Wiederholungsimpfungen stattfinden müssen, steht in Abhängigkeit zum Impfstoff und zur Aufenthaltssituation der Katze bzw. des Hundes. Im Allgemeinen reichen jedoch jährliche Auffrischimpfungen. Diese dienen zudem nicht nur der Gesundheit des einzelnen Haustieres, sondern helfen auch gegen die Verbreitung von Epidemien. So besagt eine Faustregel, dass mindestens 70 % einer Tierrasse geimpft sein muss, damit sich aus einer Infektionskrankheit nicht eine Epidemie entwickelt.
Hunde und Katzen im Seniorenalter
Neben einem lebenslangen Impfschutz sollten besonders alte Hunde und Katzen regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen, um eine frühe Erkennung von altersbedingten Leiden, wie z. B. orthopädische Beschwerden, Stoffwechsel- oder Herzerkrankungen, zu ermöglichen. Hierfür kommen unter anderem Röntgenuntersuchungen, Gewichtskontrollen, Blutabnahmen und Harnuntersuchungen zum Einsatz.

Hinterlasse ein Kommentar
Es wurde noch kein Kommentar geschrieben - Sei der Erste!!!!
Hole Dir den RSS-Feed um alle Kommentare zu lesen.TrackBack-URL zu Diesem Post.